Jugend-Förderverein Union braucht Mannschaftsbetreuer und Jugendleiter
Bericht aus "Wir von Hier" von Klaus Tietze Bad Pyrmont

JFV Jahreshauptversammlung 2017

Vorsitzender Jens Veneman (re.) kann Roland Siuckenberg (Ii.) und Stefan Bertram (2. v. Ii.) in seinem Vorstand begrüßen. FOTO: m

Der Vorstand des Vereins zur Förderung des Jugendfußballs hatte direkt vor seiner Jahreshauptversammlung einen Elternabend vorgeschaltet. Diesen nutzt in der Hauptsache Jens Veneman als Vereinsvorsitzender, die anwesenden Eltern über den aktuellen Sachsland zu informieren.

"Zur Zeit spielen bei uns 237 Kinder und Jugendliche und somit 22 inehr als im vergangeneo Jahr", kann er verkünden gemeinsam mit der Aussage, dass sich die seit 2012 iniziierte Vereinsgründung als Erfolgskonzept herausgestellt habe.

"Die Stammvereine haben ihren Jugendfußball an einen eigenständigen Verein übertragen, der sich ausschließlich auf die Jugendarbeit konzentriert", sagt Veneman und gleicht sodann aus: "Dafür bekommen die Stammvereine ausgebildete Sportler zurück, die über Können und gute Spielerfahrung verfügen. Und das im Grunde, ohne hierfür Personaleinsatz wie zum Beispiel Trainer oder andere Ausbildungskosten tragen zu müssen, denn das alles leisten wir und nehmen es den anderen Vereinen ab!"

So gelangt der Vorsitzende auch zu einem kniffligen Thema, denn es geht wie so oft ums Geld. Bislang stehe der Förderverein durch eine größere Spende und viele Kleinspenden finanziell noch gut da, allerdings spätestens im kommenden Jahr müsse eine stabile Grundlage geschaffen werden, damit Ausbildung, Trainingseinheiten, einheitliches Erscheinungsbild, Turnierausrichtung und Spielbetrieb weiterhin gewährleistet werden können. Insbesondere für einen nachhaltigen Spielbetrieb in Leistungsligen, was schließlich auch werbewirksam für Bad Pyrmont sei, wäre eine abgesicherte finanzielle Basis unabdingbar. Wie komme man dorthin, so seine Fragestellung. Zunächst käme es dem Jugendverein zugute, dass nach Maßgabe des Niedersächschen Fußballverbandes die Kinder und Jugendlichen direkt in den Jugendfußballverein übernommen werden müssen - also Mitglieder in dem Förderverein werden. Hierdurch stünden dem Verein künftig die Mitgliedsbeiträge zur Verfügung. Dazu verspreche man sich weitere Einnahmen durch ein sogenanntes "Intelligentes Sponsoring", zu dem auch anteilige Einnahmen aus den Bandenwerbungen gehören, die bislang von den Stammvereinen vereinnahmt worden sind. Gleichwohl müssten Gespräche mit den Stammvereinen über weitere finanzielle Zuwendungen an den Jugendverein geführt werden, denn der JFV liefere ihnen die zukünftigen und einsatzfähigen Spieler.

In der anschließenden Jahreshauptversammlung zeigt Veneman auf, dass der JFV aktuell 12 Mannschaften im aktiven Spielbetrieb habe, allerdings zur Zeit keine reine Mädchengruppe. Insgesamt bräuchte der Verein jedoch noch Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer, insbesondere auch in der Mannschaftsbetreuung. Gerade hier zeigt sich mit dem Ausscheiden von Oliver Spilker, dem bisherigen Jugendleiter für die älteren Spieler, eine erhebliche Lücke. Sie könnte auch in dieser Versammlung nicht geschlossen werden, da sich niemand fand, der diese eher administrative Aufgabe übernehmen wollte. Michael Dörries, Jugendleiter der Jüngeren, erklärt sich bereit, vorübergehend das Aufgabenfeld von Spilker zu übernehmen, allerdings müsse er dafür bei den Jüngeren mehr freigestellt werden. So kann der Vorsitzende nur schweren Herzens resümieren, dass man dann gerade bei den Jüngsten auf Turnierwettbewerbe wird verzichten müssen und auch bei anderen Anlässen eher auf Sparflamme herunterschalten werde. Neu in den Vorstand werden instimmig Stefan Bertram als 1. Schriftführer und Roland Stuckenberg als 2. Kassierer von der Versammlung gewählt.


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